Testdiagnostik

 

 

 

 

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Sollte sich eine der hier namentlich genannten Fachkräfte ungerecht oder in unzulässiger Weise behandelt fühlen, so kann sich diese zur Klärung ihrer Einwände direkt an mich wenden. Der direkte Weg erspart der betreffenden Fachkraft möglicherweise Anwalts- und Gerichtskosten in erheblicher Höhe, so wie sie etwa der Diplom-Psychologe Klaus Schneider im Rechtsstreit mit Peter Thiel vor dem Landgericht Berlin hinnehmen musste.

Zur Frage der Zitierfähigkeit familiengerichtlich eingeholter Gutachten - Urteil des Landgerichtes Berlin vom 07.11.2006 - 16 O 940/05 - Landgericht Berlin - Rechtsstreit Diplom-Psychologe Klaus Schneider gegen Peter Thiel - Veröffentlicht auch in: "Zeitschrift für das gesamte Familienrecht", 16/2007, 15.08.2007, S. 1324-1325

Auf Grund der an einigen Amts- und Landgerichten, so z.B. beim Landgericht Frankenthal und beim Landgericht Hamburg, möglicherweise in Einzelfällen stattfindenden Zensur und der Beschneidung der Informations- und Meinungsfreiheit zugunsten sich hier kritisiert sehender Fachkräfte, erkläre ich vorsorglich, dass es sich auf meiner Internetseite - wenn nicht eindeutig von mir als Tatsache vorgetragen - immer um meine persönliche, verfassungsrechtlich geschützte Meinung handelt, die als solche naturgemäß weder wahr noch falsch sein kann. Mithin wird von mir auch ausdrücklich erklärt, dass es sich bei meiner Meinung, dass an einigen Amts- und Landgerichten, so z.B. beim Landgericht Frankenthal und beim Landgericht Hamburg, Zensur ausgeübt wird und die Informations- und Meinungsfreiheit zugunsten sich hier kritisiert sehender Fachkräfte beschnitten wird, um meine persönliche Meinung, nicht aber um eine Tatsachenbehauptung handelt.

 

Peter Thiel

Systemischer Berater, Systemischer Therapeut / Familientherapeut (DGSF), Verfahrenspfleger (SPFW Brandenburg) und Umgangspfleger 

17.09.2015

 

 

 

 

Schlüsselwörter:  

Diagnostik, Objektivität, Normierung, Reliabilität, Psychodiagnostische und familiendiagnostische Tests und Testverfahren, Psychodiagnostik, Testdiagnostik, Validität

 

 

 

 

Hier finden Sie Informationen zu Fragen der psychologischen und sozialpädagogischen Diagnostik. 

Wir informieren zu sogenannten psychodiagnostischen Testverfahren, die von statusdiagnostisch selektiv orientierten Gutachtern bei gerichtsanhängigen familiären Konflikten häufig benutzt werden.  

Zum Thema Gutachten im familiengerichtlichen Verfahren und die Tätigkeit von Gutachtern (Sachverständigen) rufen Sie bitte unsere umfangreiche thematische Darstellung auf. Dort finden Sie auch eine ausführliche Kritik zu der Problematik testdiagnostisch arbeitender Gutachter: 

Gutachten im familiengerichtlichen Verfahren

 

 

 

 

 

 

Psychodiagnostische und familiendiagnostische Tests und Testverfahren

Traditionell orientierte Psychologen und Gutachter verwenden häufig sogenannte testdiagnostische Verfahren, bzw. als Test titulierte Explorationsformen, die im folgenden kurz dargestellt werden. Eine Vollständigkeit ist nicht beabsichtigt und bei der Fülle der auf dem Markt befindlichen und ständig neu erscheinenden Test (ein beliebtes Profilierungsfeld der akademisch geprägter Psychologen) auch nicht möglich.

Bei jeglicher Diagnostik menschlicher Beziehungen oder (konstruierter) Familiensysteme, ist zu beachten, dass es sich immer um die Konstruktion von Wirklichkeit und nicht um die Wirklichkeit selber handelt. Traditionell orientierte Psychologen und Gutachter suggerieren dagegen ständig, dass es sich bei ihren Erhebungen um die Wirklichkeit selbst handeln würde, die sie durch ihr diagnostisches Vorgehen, erkennen könnten.

 

 

Vergleiche hierzu: 

Paul Watzlawick;  Janet H. Beavin; Don D. Jackson: "Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien", Verlag Hans Huber, Bern; 1969/2000/2003

Paul Watzlawick; John H. Weakland; Richard Fisch: "Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels", Verlag Hans Huber, Bern; 1974/1992/1997/2001/2003

Paul Watzlawick: "Gesund in kranker Umgebung", In: "Die erfundene Wirklichkeit. Wie wissen wir, was wir zu wissen glauben? Beiträge zum Konstruktivismus."; Piper, 1981

 

 

 

 

 

 

 

16-Persönlichkeitsfaktoren-Test von Schneewind, Schröder und Catell

Der 16PF ist angeblich der weltweit am häufigsten eingesetzte psychologische Persönlichkeitstest - http://career-test.de/einstellungstest/16PF-16-Persoenlichkeits-Faktoren-Test.html

Mit Hilfe des damals neuen statistischen Verfahrens der Faktorenanalyse soll der Naturwissenschaftler Raymond B. Cattell in den 1950er Jahren behauptet haben, er hätte 16 grundlegende Faktoren (Eigenschaften) der menschlichen Persönlichkeit entdeckt, was natürlich völliger Unsinn ist (vergleiche hierzu: Watzlawick, Paul: "Die erfundene Wirklichkeit". Wie wir wissen, was wir zu wissen glauben. Beiträge zum Konstruktivismus", 1985, Piper Verlag, München. 

Diese 16 Faktoren lassen sich wiederum mit der Faktorenanalyse auf 5 Faktoren zweiter Ordnung zurückführen, aus einer Wirklichkeitskonstruktion wird also die nächste Wirklichkeitskonstruktion abgeleitet. Seit den 1950er Jahren wurden Theorie und Test von Cattell und seinen Mitarbeitern weiter entwickelt.

Einsatzgebiete: Der 16PF wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt, u.a. in Krankenhäusern und bei der Personalauswahl. Er liefert angeblich ein umfassendes Persönlichkeitsprofil.

Die aktuelle Version des Tests enthält 185 Aufgaben und wurde an mehr als 10.000 Menschen erprobt, was die Sache auch nicht besser macht. Denn messe ich mit eine ungenauen Messgerät 10.000 mal die Zeit, die eine Kugel für den Fall aus einhundert Meter Höhe benötigt, so werde ich ebenso wenig ein genaues Messergebnis erhalten, als wenn ich diese Zeit nur ein einziges mal gemessen hätte.

Bei den 185 Aufgaben handelt es sich um Multiple Choice Fragen. Die für den Testteilnehmer am zutreffendsten erscheinende Antwort ist von diesem auszuwählen.

 

 

 

 

Abbegg-Zeichen-Test

Anwendung durch Diplom-Psychologin Irmgard Bräutigam, Gutachten für Amtsgericht Schwabach, 05.03.2007

 

 

 

 

Anamnesefragebogen nach Dehmelt, Kuhnert und Zinn, auch als Diagnostischer Elternfragebogen (DEF) bezeichnet

 

 

 

Anamnestischer Elternfragebogen (Deegener)

 

 

 

Angstfragebogen für Schüler - AFS

ist ein mehrfaktorieller Fragebogen, der Informationen über ängstliche und unlustvolle Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen im altern von 9-17 Jahren in drei Aspekten Prüfungsangst, allgemeine (manifeste) Angst und Schulunlust liefern soll.

Wieczerkowski, W. et.al., 1998, Hogrefe, Göttingen

 

 

 

Attachment Story Completion Task - ASCT (suess et al., 2001)

Verwendung durch:

Traudel Simon, Diplom-Psychologin, 28.11.2005

 

 

 

Aussagen-Liste zum Selbstwertgefühl für Kinder- und Jugendliche (ALS)

soll über die Methode der Selbstverbalisation die Qualität und Quantität des Selbstwertgefühles von Kindern und Jugendlichen für die Bereiche Schule, Freizeit und Familie differenzieren.

 

 

 

Baum-Test nach Avé-Lallement, U. (2002) 

Avé-Lallement, Graphologin, erweitert die Auswertung der Baumzeichnungen, vor allem die von Kindern und Jugendlichen, durch entwicklungsdiagnostische Aspekte, aus dem Ansatz von Koch entnommen. Das Motiv Baum versteht sie vorwiegend als Selbstausdruck des Zeichners, sowohl auf der graphomotorischen als auch der inhaltlichen (symbolischen Ebene). 

 

 

 

 

Beck`sches Depressionsinventar (BDI)

soll die Stärke einer aktuellen Depression messen.

 

 

 

Child Abuse Potential Inventory (CAP VI) von Milner

Mit dem Test sollen Informationen zur Risikoabschätzung erschlossen werden. Der Test besteht aus 160 Fragen zu den Themen Stressbelastung, Starrheit der Erziehungsvorstellungen, Probleme mit dem Kind, Probleme mit der eigenen Person, Familienschwierigkeiten, soziale Probleme außerhalb der Familie.

Einer Skala zur Einschätzung des Misshandlungsrisikos wird ein Grenzwert zugrunde gelegt, der zwischen Nicht- und Misshandlern unterscheiden soll. Angeblich sollen damit nur sehr selten Nicht-Misshandler fälschlich als Misshandler eingeschätzt werden, während eine entsprechend häufigere Unterschätzung des Misshandlungsrisikos in Kauf genommen wird.

 

Verwendung durch:

Carola Wagner, Diplom-Psychologin, 20.07.2005

 

 

 

 

Child Behavior Cecklist (CBCL/4-18, TRF)

 

 

Testanwendung durch:

Carola Wagner, Diplom-Psychologin, 20.07.2005

 

 

 

 

Childrens Apperception Test

 

 

 

CAT Test

Projektives Verfahren, bei dem das Kind aufgefordert wird, zu 10 Bildern Geschichten zu erzählen. 

Von dem Verfahren verspricht man sich Einblicke in kindliche Konflikte und Gefühlslagen.

 

 

Verwendung durch:

Gisela Schneider, Diplom-Psychologin 

 

 

 

 

Child Attachment Interview - CAI

 

 

Child Behavior Checklist (CBCL)

Verwendung durch:

Carola Wagner, Diplom-Psychologin, 20.07.2005

 

 

 

 

Coulored Progressive Matrices - CPM

Der CPM ist ein standardisierter sprachfreier Intelligenztest, mit dem das allgemeine Intelligenzpotential bei Kindern im Alter von 4;9 bis 11;0 Jahren gemessen werden soll. Einsetzbar auch bei Gehörlosen und nicht-deutschsprachigen Kindern. Erfasst werden sollen insbesondere das schlußfolgernde Denken und die Wahrnehmungsfähigkeit.

 

 

 

Das Traumhaus (nach Ell)

soll als projektiver Test dienen, bei dem das Kind aufgefordert wird, sein Traumhaus zu malen. Danach wird das Kind gefragt, wer in dem Haus wohnen soll.

 

 

Depressions-Inventar für Kinder und Jugendliche (DIKJ)

soll den Schwere- und Ausprägungsgrad einer depressiven Störung ermitteln

 

 

Diagnosecheckliste für Hyperkinetische Störungen (DCL-HKS)

soll Informationen über die symptomspezifische Fremd- und Selbsteinschätzung hinsichtlich aufmerksamkeitsgestörter und hyperaktiver Symptomatik liefern.

 

 

 

Diagnostik-System für psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter nach ICD-10 und DSM IV - DISYPS-KJ

Döpfner, M. und Lehmkuhl, G.

Göttingen 2000

Das Diagnostik-System für psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter soll der Erfassung psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen durch klinische Beurteilungskriterien, Selbst- und Fremdbeurteilung v.a. bei: 

Hyperkinetischen Störungen

Störungen des Sozialverhaltens

Angststörungen

Depressive Störungen

Tiefgreifende Entwicklungsstörungen

dienen.

 

 

 

 

Diagnostischer Elternfragebogen (DEF) Anamnesefragebogen nach Dehmelt, Kuhnert und Zinn

Mit diesem Fragebogen sollen Angaben zu Familienverhältnissen und Erziehung, zur körperlichen und geistigen Entwicklung des Kindes, seinen Interessen, Fähigkeiten und sozialen Beziehungen und zur Entwicklung etwaigen Problemverhaltens erfragt werden.

 

Verwendung durch:

Helga Feyerabend, 07.01.2005, Helene Ruppert07.05.2005

 

 

 

Die verzauberte Familie. Ein tiefenpsychologischer Zeichentest

Kos, M. & Biermann, G. (2002)

Dieser Test soll die Möglichkeit einer kaum zensierten Projektion von Phantasiewelten, verbunden mit Hoffnungen und Wünschen, mit Ängsten und Aggressionen geben. Die Dramatik des eigenen Familienlebens, dass "innere" Konflikte erzeugt, soll in symbolischer Form sichtbar werden. 

 

 

 

 

Düss-Fabel-Test - (L. Düss)

Erste-Düss-Fabel

Gütekriterien nach BRICKENKAMP (1975, 520ff):

Objektivität: nein Reliabilität: nein

Validität: nein Normierung: ja

 

Hierbei sollen die Kinder zu vorgegebenen Geschichtenanfängen Fortsetzungen erzählen. Inhalt und Ausgang der vom Kind geschilderten Ergänzungen können Hinweise auf das subjektive Erleben bezüglich vorgegebener Probleme liefern.

So z.B. zu folgendem Geschichtenanfang:

"Ein Vogelpapa, eine Vogelmama und ein Vogelkind schlafen ruhig in ihrem Nest auf einem Baumzweig. Aber nun kommt ein heftiger Sturm, der schüttelt den Baum hin und her, und das Nest fällt zu Boden. Die drei Vögel wachen ganz plötzlich auf. Der Papa fliegt geschwind auf eine Tanne, die Mama fliegt auf eine andere Tanne. Was wird nun das Vogelkind tun, es kann schon etwas fliegen?"

Trägt ein Gutachter die hier vorgestellte Vogelgeschichte des Tests einem Kind vor, das zu Mutter und Vater eine gleichwertig gute Beziehung hat, so begeht der Sachverständige damit eine psychische Kindesmisshandlung, da das Kind in die Situation versetzt wird, sich für und damit gegen einen Elternteil entscheiden zu müssen. Dies stellt einen Ablehnungsgrund für den Sachverständigen dar. Sachverständiger, die solche Test ohne eine nachvollziehbare Begründung für ihren Einsatz verwenden, sollten generell nicht von Gerichten bestellt werden. 

Verwendung durch:

Carola Wagner, Diplom-Psychologin,  20.07.2005

 

 

 

 

Eltern-Belastungs-Screening zur Kindeswohlgefährdung (EBSK) 2009 (deutsche Form des Child-Abuse-Potential-Inventory CAPI)

Mit dem Child-Abuse-Potential-Inventory soll das Risiko zukünftiger Kindesmisshandlungen abgeschätzt werden. In der deutschen Version EBSK soll allgemein das Ausmaß elterlicher Belastungen erfasst werden, um das Ausmaß von Unterstützung im Vorfeld von Kindeswohlgefährdungen abzuschätzen.

 

Verwendung durch:

Margarete Pilotek, Diplom-Psychologin, 20.07.2010

 

 

 

Elternfragebogen über das Verhalten von Kindern und Jugendlichen -CBCL-4-18 bzw. CBCL/4-18

Anwendung durch:

Carola Wagner, Diplom-Psychologin,  20.07.2005

Michael Riedelberger, 06.01.2013

 

 

 

Eltern-Explorations-Fragebogen EEF, basierend auf den Leitfragen von Westhoff, 2000

Anwendung durch:

Dr. Sibylle Kurz-Kümmerle

 

 

 

Eltern-Stress-Fragebogen ESF

Anwendung durch:

Carola Wagner, Diplom-Psychologin,  20.07.2005

Michael Riedelberger, 06.01.2013

 

 

 

Erziehungsstil-Inventar - ESI

von H. W. Krohne und A. Pulsack, 1995

psychometrisches Verfahren

Mit diesem Test sollen Hinweise auf problematisches Erziehungsverhalten gewonnen werden. Es werden mittels Fragebogen (60 Fragen) zu folgenden Erziehungsstildimensionen Meinungen des Kindes zum Erziehungsverhalten erfasst werden. Elterliche Unterstützung, Einschränkung, Lob, Tadel, elterliche Strafintensität und Inkonsistenz

Karle / Klosinski 2003: "Mit dem Erziehungsstilinventar können Hinweise auf problematisches Erziehungsverhalten der Mutter, des Vaters oder beider Eltern gewonnen werden. Es dient der Unterstützung bei der Exploration sowie der Interpretation weiterer Testdaten. Der erste Teil des Inventars umfaßt 60 Items, die sich zu je 12 Items auf die Erziehungsstil-Skalen: Unterstützung, Einschränkung, Lob, Tadel und Inkonsistenz verteilen. Der zweite Teil erfaßt die elterliche Strafintensität."

 

Verwendung durch:

Diplom-Psychologin Rita Hasan (Gutachten vom 13.08.2010)

Gerhard Hennig, Diplom-Psychologe, Gutachten vom 23.11.2006 für Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg

Birgit Kapp, Diplom-Psychologin für Amtsgericht Ludwigsburg

 

 

 

 

Familie in Tieren - Brem-Gräser 1995

Gütekriterien nach BRICKENKAMP (1997, 964, 968ff):

Objektivität: nein Reliabilität: nein

Validität; nein Normierung: teilweise

 

Als methodologische Vororientierung dient ein Persönlichkeitskonstrukt auf vorwiegend psychoanalytischer Basis und eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen Tier aus anthropologischer, psychologischer und geisteswissenschaftlicher Sicht. In dem projektiven Verfahren wird dem Kind die Aufgabe gestellt, seine Familie mit allen Familienmitglieder, welche es denkt, dass sie dazugehören, als Tiere zu malen, bzw. darzustellen. Dabei sollen durch den Probanden unbewußte oder teils bewußte Affekte und Emotionen im Zusammenhang mit seiner Familie, der Charakterisierung seiner einzelnen Mitglieder sowie ihrer Beziehungen zueinander in Gestaltung gebracht werden.

Das Kind wird dazu ermuntert, einmal Zauberer zu spielen und seine Familie zeichnerisch in Tiere zu verwandeln. Wichtig, so die Autoren dieses Tests, sei zunächst die räumliche Anordnung der Familienmitglieder, deren Größenverhältnisse, Blickrichtung und Gesichtsausdruck. Psychodiagnostisch relevant wäre auch die Frage, ob alle Familienmitglieder und eventuell noch weitere Personen dargestellt werden. Verhaltensauffällige Kinder sollen oft vergessen, sich selbst als Tier darzustellen. Manchmal wird auch ein Elternteil vergessen. Es kommt auch vor, dass sich ein Kind offen weigert, etwa seinen Bruder oder den Vater in ein Tier zu verwandeln.

Nach den Auswertungskriterien des Tests soll davon auszugehen sein, dass der zuerst und zuletzt gezeichneten Figur im Erleben des Probanden eine besondere Bedeutung zukommt und dass diese beiden Personen in einer für den probanden wesentlichen Beziehung zueinander stehen würden..

Der Aussagewert dieses "Tests" ist sicher sehr begrenzt. So zeigte sich der Mitarbeiter eines Jugendamts darüber beunruhigt, dass ein fünfjähriger Junge seinen Vater zeichnerisch als schwarzen Panther dargestellt hatte. Die testpsychologische Untersuchung konnte hier einiges relativieren. So nannte das Kind im Satzergänzungstest als Lieblingstier: "Panther, am liebsten schwarze."

In einem anderen Fall "zeichnet" sich ein fünfjähriges Mädchen in den Bauch der Mutter (Nilpferd), die Gutachterin wertet das u.a. so: "Auffallend ist hier, dass A sich selbst und ihren Bruder nicht hinzu zeichnete und angab, dass sie beide sich da noch im Bauch der Mutter befinden würden... Dies geschieht häufig dann, wenn Kinder massive Konflikte im Umfeld sowie um ihre Person herum bzw. vermeintlich in ihrer Person begründet wahrnehmen... ist ... nicht als Hinweis darauf zu betrachten, dass dies Ausdruck dessen wäre, dass sich A der Mutter als Person zugeordnet hätte, andernfalls davon auszugehen wäre, dass A sich im Bauch der Mutter befindend zeichnerisch dargestellt hätte, wozu sie altersentsprechend auch in der Lage wäre. Wie oben angesprochen handelt es sich hier eher um den Ausdruck eines Bedürfnisses, sich in einen Schutzraum zu projizieren und abschirmen zu wollen von Konflikten. ..."

Edda Gräfe, Diplom-Psychologin, Gutachten von 11.04.2005, S. 34-35

 

Verwendung durch:

Carola Wagner, Diplom-Psychologin,  20.07.2005

Edda Gräfe, Diplom-Psychologin, 11.04.2005

 

 

 

 

Familien-Beziehungs-Test (FBT) nach Howells und Lickorish

Der FBT ist ein sogenanntes semi-projektives Verfahren bei dem es darum geht, die Aufmerksamkeit des Kindes auf die von ihm wahrgenommenen familiären Beziehungsmuster zu richten. Dies geschieht mit Hilfe von emotional neutral gehaltenen Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die schematisch mehrdeutige Interaktionen zwischen Familienmitgliedern darstellen. Dem Kind werden in der Regel zehn "Überraschungsbilder" vorgelegt mit der Bitte, zu schildern, was darauf zu sehen ist.

Beispiele:

Zehnjähriger Junge (psychisch unauffällig): "Da ist ein Vater, und der fragt den Jungen, Hast du die Hausaufgaben schon gemacht? Du weißt ja, sonst gibt‘s heute kein Fernsehen. Der Junge sagt, na klar, aber bei einer Aufgabe mußt du mir helfen."

Zehnjähriger Junge (labilisiert): "Oh, da hat‘s geklingelt und der Bub wollte erst nicht aufmachen, und da hat der Vater die Tür zertreten und hat gesagt, Wo ist die Mutter, ich will meine Stereoanlage endlich holen. Der Bub sagt, ,die Mama ist gerade bei der Rechtsanwältin, weil du das gemacht hast."

Die Nachteile dieses Tests ist in der einschränkenden Vorlage bestimmter Szenen zu sehen. Gibt es in der realen Familie Probleme, die mit diesen Szenen nicht angesprochen werden, so wird man mit diesem Test auch keine Informationen darüber erhalten. Bildlich gesprochen, wenn ein Sachverständiger mit einem Chinesen deutsch spricht kann zwischen beiden kein Informationsfluss entstehen. 

Verwendung durch:

Michael Wiedemann, Diplom-Psychologe

 

 

 

 

Familienbogen - Zweierbeziehung

Soll als familiendiagnostisches Instrument zur Erfassung von Stärken und Problemen in familialen Lebensformen dienen. 

 

 

 

 

Familienbrett

nach Ludewig und Wilken

In Form von Holzbausteinen (große Bausteine für Erwachsene, kleine Bausteine für Kinder), kann eine Aufstellung einer aktuell empfundenen Situation, z.B. der Trennungsfamilie durchgeführt werden.

Die Figugren sind geringfügig strukturiert (angedeutetes Gesicht mit Nase- und Mundpartie). Es gibt die Figur einer guten Fee und eines schwarzen Schafes, drei Holzpodeste und eine Holzkugel

Anwendung durch Diplom-Psychologin Birgit Kapp für Amtsgericht Ludwigsburg

 

 

 

 

Familien-Identifikations-Test - FIT

von H. Remschmidt und F. Mattejat, Göttingen, Hogrefe, 1999

ist ein psychometrischer Fragebogentest

Das Kind und dessen Beziehungspersonen sollen Aussagen zum Ausmaß von zwölf Eigenschaften bei sich und den anderen Personen machen. Dabei wird angenommen, dass sowohl die wahrgenommenen als auch die gewünschte Ausprägung von Eigenschaften der betreffenden Personen von der "getesteten" Person angegeben werden.

Das Kind wird aufgefordert in einer Ratingskala Eigenschaften der Eltern wie Ängstlichkeit. Launenhaftigkeit, Nervosität, Zufriedenheit, Gesprächigkeit, Selbstsicherheit, Verständnis und Rücksichtnahme zu beschreiben. Damit soll erfasst werden, wie sehr sich das Kind mit den Eltern identifiziert. Die Nähe / Distanz soll mit Korrelationskoeffizienten ausgedrückt werden.

Karle / Klosinski 2003: "Der Familien-Identifikations-Test (FIT) dient der Erfassung der familiären Interaktionsmuster von Kindern und Erwachsenen. Die Familienmitglieder werden getrennt voneinander aufgefordert, zunächst sich selbst und dann die anderen Mitglieder der Familie über 12 vorgegebene Adjektive zu beschreiben. Die Einschätzungen erfolgen über eine 5-stufige Antwortskala. Die Selbstbeschreibungen werden in die Beschreibung des Real-Ichs (wie ich bin) und des Ideal-Ichs (wie ich sein möchte) differenziert. Als Ähnlichkeitsmaße werden Korrelationskoeffizienten verwendet. Die Höhe der Korrelation stellt einen Indikator für das Ausmaß der Selbstkongruenz bzw. der Identifikation dar." 

 

Verwendung durch:

Carola Wagner, Diplom-Psychologin, 20.07.2005

Dr. Michael Wiedemann, Diplom-Psychologe

Gerhard Hennig, Diplom-Psychologe  Gutachten vom 23.11.2006 für Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg

 

 

 

Familien- und Kindergarten-Interaktionstest - FIT-KIT

von D. Sturzbecher und R. Freytag, Göttingen., Hogrefe, 2000

ist ein Test, in dem Kinder von 4 bis 9 Jahren einschätzen sollen, wie ihre Eltern in Situationen, in denen sie Hilfe benötigen oder Konflikte mit ihnen austragen, reagieren. Dazu werden den Kindern 63 Fragen gestellt (z.B.:  wenn du mit x zusammen bist, macht x dann Faxen mit dir?), einmal zum Verhalten in der Interaktion zur Mutter und einmal in der Interaktion zum Vater. Das Kind soll einschätzen, ob dies oft, manchmal, selten/nie auftritt. Darüber werden 11 Skalen zum Verhalten der Eltern und des Kindes berechnet werden, um das Verhalten der Eltern als auch Unterschiede im Verhalten der Eltern zu registrieren.

Sturzbecher, Dietmar; Hermann, Ute; Dietrich, Peter S.: "Neuere Ergebnisse zum FIT-KIT"; In: "Praxis der Rechtspsychologie", Juni 2004, S. 32-47

Hommers, Wilfried: "Zur psychometrischen  Einzelfalldiagnostik mit dem FIT in der Familienrechtspsychologie"; In: "Praxis der Rechtspsychologie",  Juni 2004; S. 48-63

 

Verwendung durch:

Diplom-Psychologin Carola Wagner, 20.07.2005

Dr. Sibylle Kurz-Kümmerle

 

 

 

 

 

Family-Relations-Test - FRT

Gütekriterien nach BRICKENKAMP: nicht verzeichnet

Familiy-Relations-Test (FRT) von Bene und Anthony (1985) in der deutschen Adaption von Fläming und Wörner, standardisiert nach Hommers, 2001. Der "FRT" besteht aus einer Serie von Bildkarten, auf denen schematisierte Zeichnungen von Personen unterschiedlichen Alters und Geschlechts dargestellt sind. Das befragte Kind wird zunächst gebeten, hieraus jene Personen auszusuchen und zu benennen, welche es als zu seiner Familie gehörig erlebt. Danach werden dem Kind nacheinander Aussagekärtchen vorgelesen, welche es jeweils der/den Person/en zuordnet, zu der/denen die betreffende Aussage am besten passt. Die Aussagen sollen positive und negative Gefühlsqualitäten repräsentieren. Zudem wird die Gestalt eines "Herrn Niemand“ eingeführt, eine Figur, der das Kind alle Aussagen zuordnen kann, die zu niemandem passen. Eine "Frau Niemand" gibt es allerdings nicht.

Beispiel einer Testdurchführung:

Nr.: Frage: Ergebnis (Aussage Kind A)

00 Wer ist nett? Vater

01 Wen hast du lieb? Vater

02 In wessen Bett magst du gerne sein und spielen? Mutter

03 Wem magst du gerne einen Kuss geben? keiner

04 Bei wem magst du gerne auf dem Schoß sitzen? Vater

05 Wessen Kind möchtest du am liebsten sein? Vater

06 Mit wem spielst du gerne? Vater

07 Mit wem möchtest du gerne spazieren gehen? Vater

10 Wer ist frech? Mutter

11 Wen kannst du nicht gut leiden? Mutter

12 Wer ist böse? Mutter

13 Wen möchtest du gern einmal verhauen? Mutter

14 Wen möchtest du gerne fortschicken? keiner

15 Wen kannst du gar nicht leiden? Mutter

16 Wer ist gemein? Mutter

17 Wer ärgert dich immer wieder? Mutter

20 Wer spielt gerne mit dir? Vater

21 Wer gibt dir gerne einen Kuss? keiner

22 Wer lächelt dir gerne zu? keiner

23 Wer macht das du glücklich bist? Vater

24 Wer nimmt dich gerne in den Arm? Mutter

25 Wer liebt dich? Vater

26 Wer ist nett zu dir? Vater

27 Wer denkt, dass du ein nettes, liebes Kind bist? Vater

30 Wer schlägt dich immer wieder? Mutter

31 Wer macht dich traurig? Mutter

32 Wer schimpft viel mit dir? Mutter

33 Wer bringt dich immer wieder zum Weinen? Mutter

34 Wer ärgert sich viel über dich? Mutter

35 Wer sagt, dass du frech bist? Mutter

36 Wer sagt, dass du ein böses Kind bist? Mutter

37 Wer kann dich nicht leiden? Mutter

40 Wer soll dich abends ins Bett bringen? Mutter + Vater

41 Wer soll dir etwas zu essen bringen? Vater (x)

42 Wer soll dir beim Baden helfen? Mutter

43 Wer soll kommen, wenn du dir wehgetan hast? Vater (x)

44 Wer soll dein Spielzeug heile machen? Vater

45 Wer soll dir morgens beim Anziehen helfen? Vater (x)

46 Wer soll bei dir sein, wenn du krank bist? Mutter

47 Wer soll zu dir kommen, wenn du Angst hast? keiner

 

(aus Gutachten vom 03.11.2003 von Diplom-Psychologin Ludwina Poll)

 

Verwendung durch:

Dr. Sibylle Kurz-Kümmerle, Diplom-Psychologin 

Ludwina Poll, Diplom-Psychologen 

Gerhard Hennig, Gutachten vom 23.11.2006 für Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg

Dr. Johannes Bach, Gutachten vom 06.08.2010 für Oberlandesgericht München - 16 UF 1359/09

 

 

Testpsychologische Untersuchung mit dem FRT

Nicht geeignet für eine auch nur annähernde Erfassung der Wirklichkeit ist der sogenannte Family-Relations-Test. Der Family-Relations-Test „funktioniert“ nach dem Prinzip des Mehrheitswahlrechtes. Eine Nennung kann nur einmal an eine Person (Vater, Mutter oder andere nahestehende Person, z.B. neue Partner der Eltern) oder an einen "Herrn Niemand" vergeben werden. So kann zum Beispiel das Item "Diese Person in der Familie ist sehr nett", nur einmal vergeben werden. Das heißt, wenn das Kind dieses Item dem Vater zuordnet, kann es die Mutter nicht mehr bekommen, selbst wenn sie eigentlich auch nett ist, nur nicht "so nett", wie der Vater. Das heißt, es gibt für das Kind nicht die Möglichkeit seine Präferenzen in Form von Abstufungen zu vergeben, wie es z.B. in Form der Schulzensuren 1-6 der Fall ist oder durch eine Punkteskala von 0-10 ermöglicht werden könnte. In einem solchen Fall könnte ein Kind z.B. 6 Punkte dem Vater zuordnen und 4 Punkte der Mutter.

Im Mehrheitswahlrecht wie in England kann es im Extremfall vorkommen, dass im gesamten britischen Parlament kein einziger Abgeordneter der Labour-Party sitzt, auch wenn diese landesweit 49 Prozent aller Stimmen bekommen haben. Das liegt dann daran, dass die Konservativen in allen Wahlkreisen die absolute Mehrheit errungen haben und somit alle Mandate im britischen Parlament. Ein solches Wahlsystem mag historisch erklärbar sein, demokratisch ist es nicht.

Schon gar nicht sollte man solche Prinzipien, so wie beim Family-Relations-Test, in der familiengerichtliche Begutachtung benutzen. Insbesondere in Trennungsfamilien in denen Kinder unter erheblichen Loyalitätsdruck seitens eines Elternteils stehen, bildet sich mit dem Family-Relations-Test das ab, was ohnehin auf der Hand liegt, die wie auch immer zustande gekommene Koalitionsbildung zwischen Kind und betreuenden und Einfluss auf die Kinder habenden Elternteil. 

 

Wenn man noch dazu nimmt, dass sich Kinder je nach Tag und aktuellen Ereignissen nicht konstant in ihrer Bewertung der Eltern verhalten und viele Kinder auch infolge ihres sich entwickelnden Gerechtigkeitsgefühls versuchen ihre Bewertungen bezüglich der Eltern "gerecht zu verteilen", so erscheint die Anwendung des FRT als Mittel einer objektiven Diagnostik fragwürdig.

 

Zum "Family-Relation-Test" kritisch Leitner:

"...

Anmerkungen zum Family-Relations-Test (FRT)

Das zusammen mit dem im Hinblick auf die Gütekriterien völlig unzureichendem Test "Familie in Tieren" (Brem-Gräser, 1995) insgesamt am häufigsten eingesetzte Verfahren, der Family-Relations-Test von Bene und Anthony (1957), ist im Testhandbuch von Brickenkamp (1997) explizit nicht verzeichnet. Seine Spitzenposition in der Rangfolge verdankt das Verfahren insbesondere der Tatsache, daß er in Gutachten der Gesellschaft für wissenschaftliche Gerichts- und Rechtspsychologie (GWG) ausgesprochen häufig zum Einsatz kommt. Zwölf der insgesamt 16 Anwendungen dieses Verfahrens betreffen solche Gutachten. Insbesondere bei diesem Testverfahrens läßt sich erkennen, daß ausgeprägte organisationsspezifische Besonderheiten beim Einsatz bestimmter Tests offenbar kaum von der Hand zu weisen sind.

Auf Grund seiner Häufigkeit in den vorliegenden familienpsychologischen Gutachten sollen zu diesem Testverfahren noch einige ergänzende Anmerkungen gemacht werden:

Beim FRT handelt es sich um ein Verfahren, das in einer Übersetzung von Fläming und Wörner (1977) in Fassungen für vier- bis fünfjährige sowie für sechs- bis elfjährige Kinder vorliegt (vgl. Beelmann, 1995, S. 38). Beelmann referierte und diskutierte bei der Tagung der Fachgruppe Entwicklungspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.V. in Leipzig im Jahre 1995 "neuere Untersuchungen mit dem Family-Relations Test". Hierbei wurde deutlich, daß die Validität dieses Verfahrens zum gegenwärtigen Zeitpunkt keineswegs als gesichert gelten kann. Im Rahmen seines Vortrages und der anschließenden Diskussion bezeichnete Beelmann den Umgang mit diesem Verfahren in der diagnostischen Praxis zudem als "haarsträubend" und verwies in diesem Zusammenhang u. a. darauf, daß aus ökonomischen Gründen bei der praktischen Durchführung häufig instruktionsinadäquate Modifikationen vorgenommen werden."

Leitner, Werner G.: "Zur Mängelerkennung in familienpsychologischen Gutachten"; In: "Familie und Recht", 2/2000, S. 61

 

 

 

 

 

 

 

Familiensystemtest - FAST

Gehring, T.M (1998)

2. erweiterte Auflage. Göttingen: Hogrefe. Preis 598.- DM

soll der qualitativen und quantitativen Erfassung von individuellen Wahrnehmungen familiärer Beziehungsstrukturen in verschiedenen Situationen dienen. Es sollen drei Situationen besprochen werden, die "Typische Repräsentation", die "Ideale Repräsentation" und die "Konfliktsituation".

"Der FAST ist eine aus der klinischen Praxis entwickelte Figurentechnik für die Darstellung von emotionaler Bindung (Kohäsion) und hierarchischen Strukturen in der Familie oder ähnlichen Systemen" (Helga Feyerabend, 07.01.05)

Testbesprechung in: "Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie", 33 (1), 62-64, Hogrefe Verlag 2001

 

 

 

 

 

Fragbogen für die Kindesmutter im Rahmen der Begutachtung

Verwendung durch: 

Gerhard Hennig, Diplom-Psychologe, 2006, 14 Seiten

 

 

 

 

 

Fragebogen für Jugendliche YSR 11-18

(Döpfner, M. et al., 1998)

Beim Fragebogen für Jugendliche handelt es sich um eine deutsche Bearbeitung des Youth Self Report (YSR) der Child Behavior Checklist (Achenbach, 1991). Der Fragebogen soll im 1. Teil die Selbsteinschätzung der eigenen Kompetenzen, Verhaltensauffälligkeiten und emotionalen Probleme von Jugendlichen im Alter von elf bis achtzehn Jahren erfassen. Auf die vorgegebenen Feststellungen des Fragbogens können die Jugendlichen auf einer dreistufigen Skala ihre Zustimmung, eine neutrale Haltung oder ihre Ablehnung zum Ausdruck bringen.

Verwendung durch:

Helga Feyerabend, Diplom-Psychologin,07.01.2005

 

 

 

Fragebogen zur Erfassung praktischer und sozialer Selbstständigkeit (FPSS) von Duhm & Huss, 1979

für 4-6-jährige Kinder

 

 

 

Fragebogen zur Partnerschaftsdiagnostik (FPD)

(Hahlweg)

 

 

 

Frankfurter Selbstkonzeptskalen (FSKN)

soll die Bilder- oder Selbstkonzepte überprüfen, die eine Person in wichtigen Bereichen von sich selbst entwickelt hat.

 

 

 

Freiburger Persönlichkeitstest

 

 

Freiburger Persönlichkeitsinventar oder revidierte Form des Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI-R)

soll auf 12 Skalen verschiedene Dimensionen der Persönlichkeit untersuchen und einen Vergleich mit einer "Normalpopulation" ermöglichen: Lebenszufriedenheit, soziale Orientierung, Leistungsorientierung, Gehemmtheit, Erregbarkeit, Aggressivität, Beanspruchung, Körperliche Beschwerden, Gesundheitssorgen, Offenheit, Extraversion, Emotionalität

Verwendung durch:

Prof. Dr. Gerhard Löhr

 

 

 

 

Frostigs-Entwicklungstest

Verwendung durch:

Brigitta Eick, Diplom-Psychologin, Gutachten für Amtsgericht Gelsenkirchen-Buer, 24.05.2006

 

 

 

 

Geburtstagstafel (nach Ell)

Das Kind hat Geburtstag und lädt Gäste ein. die Gäste werden von dem Kind selbst platziert.

 

 

 

Geschenktest (nach Ell) 

Das Kind kann drei unterschiedlich große Goldklumpen verschenken

 

 

 

Geschichtenergänzungsverfahren zur Bindung - GEV-B

nach Gloger-Tippelt (1999) und Goger-Tippelt und König (2002) für fünf bis achtjährige, soll unter Einsatz von Spiel und Sprache der Feststellung von Bindungsrepräsentationen bei Vorschulkindern dienen. Dem Kind werden Anfänge von fünf Geschichten mit Puppen vorgespielt, wonach das Kind gebeten wird, diese fortzuführen.

Verwendung durch:

Carola Wagner, Diplom-Psychologin Gutachten vom 23.10.2006 für Amtsgericht Pößneck

 

Gloger-Tippelt: "Transmission von Bindung bei Müttern und ihren Kindern im Vorschulalter"; In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie", 1999 (48), S. 113-128

 

 

 

 

Giessen-Test

Giessener Beschwerdebogen für Kinder und Jugendliche

Mittels des Fragebogens sollen subjektive körperliche Beschwerden erfasst werden. 

 

 

 

Hamburger Erziehungsverhaltensliste für Mütter (Hamel, Baumgärtel)

Mit dem Test sollen "Unterstützung", "Strenge" und Zuwendung" von Müttern gegenüber ihrem Kind innerhalb der letzten vier Wochen gemessen werden. Dabei soll die Mutter einschätzen wie häufig sie ein bestimmtes Verhalten in den letzten vier Wochen gezeigt hat. Die Antwortmöglichkeiten sehen Häufigkeiten von kein - bis mehr als 10 - bzw. 20-mal vor.

 

 

 

Hamburger Neurotizismus- und Extraversionsskale für Kinder und Jugendliche

Der Fragebogen soll durch die Methode der Selbstzuschreibung Aussagen über bestimmte Persönlichkeitszüge des Probanden ermöglichen.

 

 

 

Hamburg Wechsler Intelligenztest für Erwachsene HAWIE-R

 

 

 

Hamburg Wechsler Intelligenztest für Kinder HAWIK-III

1999

ist ein psychometrisches Verfahren zum Erfassen der Intelligenz. Der Test besteht aus 11 Untertests. Dabei wird der Intelligenzbegriff von Wechsler als globale Fähigkeit zur sinnvollen Auseinandersetzung mit der Umwelt und zum zweckvollen Handeln betrachtet, die aus einem allgemeinen Faktor der Intelligenz und speziellen Teilfaktoren besteht. Es existieren Normen zur allgemeinen Intelligenz, zum eher bildungsabhängigen Verbalteil der Intelligenz und zum eher bildungsunabhängigen Handlungsteil der Intelligenz sowie weitere Zusatznormen.

 

 

 

Hamster-Test

von Deegener et al. (1988)

ist ein sogenanntes semiprojektives Verfahren. Dem Kind wird eine Geschichte erzählt, in der ein Hamster-Onkel einen Urlaub der Neffen und eines Gastes vorbereitet. In der Geschichte fragt der Hamster-Onkel die Neffen nach deren Wünschen, Ängsten, Beziehungen zu den Eltern usw.. Antworten der Neffen werden dem Kind vorgelesen, für den `Gast` soll das Kind antworten. Die Zahl problembezogener Antworten wird mit der Anzahl in einer sogenannten Normgruppe verglichen.

 

 

 

Hanes KJ

"Hanes KJ" soll ein von Diplom-Psychologin Antje Warhonowicz (2003) verwendetes und nicht näher erläutertes "diagnostisches Verfahren" sein. Möglicherweise handelt es sich bei diesem "diagnostischen Verfahren" aber um die sogenannte "Hamburger Neurotizismus- und Extraversionsskale für Kinder und Jugendliche". Na ja, man kann die deutsche Sprache auch so lange abkürzen, dass man neurotisch nur noch in Anfangsbuchstaben spricht, HKJ wäre dann also subotimal oder noch besser nur noch "H". Mehr sparen geht nicht, dann gibt es gar nichts mehr an dem man raten kann worum es geht. 

 

 

 

 

Heidelberger Marschak Interaktionsmethode - H-MIM

 

Die Heidelberger Marschak Interaktionsmethode (H-MIM) ist ein strukturiertes Untersuchungsverfahren, um die Interaktion zwischen einem Kind und einem/r Erwachsenen zu beobachten und einzuschätzen. ...

http://www.theraplay-institut.de/?seite=28&lang=ge

 

 

Literatur:

Baur-Grove, G. (2004). Erklären-Begreifen – Einsichten der Wissensvermittlung bei Vorschulkindern durch die Heidelberger Marschak Interaktionsmethode ermittelt. In Schwierige Kinder 32, 4-7.

Franke, U. (2002) Erkennen durch Beobachten: Interaktionsdiagnostik in der Logopädie. In Forum Logopädie 1, 16, 17-23, 2002.

Nagelschmitz, J. (2002). Ein Vergleich des Interaktionsverhaltens von Müttern und Vätern mit ihren sprachentwicklungsgestörten Söhnen im Vorschulalter in der H-MIM. In Schwierige Kinder 27, 18-21.

Ritterfeld, U. und Franke, U. (1994). Die Heidelberger Marschak-Interaktionsmethode. H-MIM. Oftersheim: Theraplay Press Ulrike Franke Verlag.

Wüllrich, J. (2001). A Comparison of the Interactive Behaviour of Mothers and Fathers with their Preschool-aged Sons with SLI. Newcastle-upon-Tyne: Department of Speech. University of Newcastle-upon-Tyne.

 

 

 

Imaginationsaufgabe Zauberer

zitiert nach Diplom-Psychologin Helga Feyerabend 2003 (keine Quellenangabe)

 

 

 

Inseltest - Insel Test (nach Ernst Ell) 

Soll als projektiver Test die Bindungen des Kindes ermitteln. 

"Projektiver Test zur Ermittlung der Bindungen des Kindes. Die Familie des Kindes ist schiffbrüchig geworden, konnte sich aber auf eine einsame Insel retten. Alle müssen verhungern, wenn sie nicht bald gerettet werden. Da kommt ein Mann in einem kleinen Boot, er kann aber immer nur eine Person mitnehmen. Das Kind wird gefragt, wen soll er zuerst retten, wen dann. Die Szene wird dem Kind auf einer Zeichnung vorgelegt."

Die Anwendung dieses Tests bei Kindern ist kritikwürdig, da dem ohnehin schon oft massiv belasteten Kind vom Gutachter auch noch zugemutet wird, sich eine Szene vorzustellen, in der die Familie des Kindes schiffbrüchig geworden ist und alle verhungern müssen, wenn sie nicht bald gerettet werden. Dem Kind wird außerdem zugemutet, alternativlos Prioritäten zwischen verschiedenen Bezugspersonen zu setzen. Das Kind muss sich bei ihm emotional gleichwertigen Eltern also für einen Elternteil und damit gegen den anderen Elternteil entscheiden. Das Kind wird so vom Gutachter in einen Loyalitätskonflikt geschickt und zudem induziert der Gutacher in einem solchen Fall Schuldgefühle im Kind.

 

 

 

 

Interaktionsbeobachtungen mit Bewertung nach dem Kategoriensystem von TAUSCH und TAUSCH (1998)

 

 

 

Inventar zur Erfassung interpersonaler Probleme (IIP-D)

(Horowitz, Strauß & Kordy)

 

 

 

Kaufmann-Assessment Battery for Children - K-ABC

 

 

 

Kinder-Angst-Test (KAT) nach Thurner und Tewes

Kinder Angst Test II

soll den Ängstlichkeitsgrad von Kinder im Altersdurchschnitt erfassen, d.h. den relativ konstanten und individuell verschiedenen Anfälligkeitsgrad, in zahlreichen Situationen mit einem durch Angst charakterisierten Erleben und Verhalten zu reagieren.

 

 

 

Kinder Apperzeptions-Test (KAT)

Children`s Apperceptions Test (CAT)

 

(BELLAK & BELLAK, 1955)

Gütekriterien nach BRICKENKAMP (1997, 942, 949f):

Objektivität: nein Reliabilität: nein

Validität: nein Normierung: nein

 

 

 

Konzentrations- und Belastungstest "d 2"

soll eine Überprüfung der Konzentrations- und Belastungsfähigkeit ermöglichen

 

 

 

Kramer Test

 

 

 

Mann-Zeichen-Test (ZILER, 1996)

Gütekriterien nach BRICKENKAMP (1997, 964, 973 ff):

Objektivität: ja, Reliabilität: teilweise

Validität: ja, Normierung: ja

 

 

 

Matching Familiar Figures Tests (MFF)

soll eine Überprüfung der Konzentrations- und Belastungsfähigkeit ermöglichen

 

 

 

Mehrdimensionaler Persönlichkeitstest für Jugendliche (MPT)

(Hartmut Schmidt)

Ein standardisierter Persönlichkeitsfragebogen für Jugendliche von 14-18 Jahren zur Erfassung von Verhaltensmerkmalen wie emotionale Stabilität, Leistungsmotivation, Aggressivität, Antriebsspannung und Kontaktverhalten

Verwendung durch:

Helga Feyerabend, Diplom-Psychologin, Gutachten vom 07.01.2005 für Amtsgericht Hagen

 

 

 

 

Mensch-Zeichen-Test nach Abraham

 

 

 

 

Minnesota Multiphasic Personality Inventory - MMPI 

Kurzform: Mehrdimensionales Persönlichkeitsinventar in deutscher Bearbeitung von Gehring und Blaser 1982

soll eine qualitative Bewertung von "Persönlichkeitsmerkmalen im klinischen Sinne" ermöglichen. 

Die Probanden füllen den Test (MMPI 2-Langform, 567 Fragen, Fassung aus dem Jahre 2000, Dauer 1,5 Stunden) in der Praxis des Sachverständigen aus; der Auswertungsbogen wird sogleich in Anwesenheit der Beteiligten per Fax an die Testzentrale geschickt. Dadurch sind Übertragungsfehler ausgeschlossen - bei einem Hausbesuch bei den Eltern aus Gründen der Rationalität und Ökonomie die Kurzform des MMPI (alte, aber noch gültige und oft in der psychologischen Praxis eingesetzte Fassung von 1973, Dauer 30 Minuten)

 

 

 

Minnesota-Multiphasic Personality Inventory 2 - MMPI 

(Hathaway & McKinley, bearbeitet von Engel)

Petra Hank; Peter Schwenkmezger: "Unvertretbar nach 40 Jahren Anwendung? Meinungen über MMPI-2 gehen weit auseinander."; In: "reportpsychologie", 5/2003

 

Verwendung durch:

Carola Wagner, Diplom-Psychologin, 20.07.2005

Isabell Reinhardt-Rump, Diplom-Psychologin, 01/2007

 

 

 

MSI

Multiphasic Sex Inventory

Fragebogen zur Erfassung psychosexueller Merkmale bei Sexualtätern

von H. R. Nichols, I. Molinder, G. Deegener

Preis: 176,00 €

http://www.testzentrale.de/programm/multiphasic-sex-inventory.html

 

Ein beliebtes Weihnachtsgeschenk für die ganze Familie. Zum Testen aller Familienmitglieder auf Täter/innenprofile.

Kann auch gemeinsam mit der Verwandschaft unterm Weihnachtsbaum ausprobiert werden. Sie werden staunen, wie viele verschiedene sexuelle Täter/innenpersönlichkeiten es in Ihrer Familie gibt. Und hinterher könnne sich alle gegenseitig bei der Staatsanwaltschschaft anzeigen, das gibt dann gleich noch mal so viel Spass.

 

 

 

 

 

Parent-Child-Relationsship-Interview (Bratherton et al)

 

 

 

 

Parent-Child Relationsship Inventory - PCRI

amerikanische Fassung von Gerard, 1994

deutsche Version und Normen von Steinmetz und Hommers, 2003

psychometrischer Fragebogen

 

 

 

 

Persönlichkeitsfaktoren-Test (16 PF-R, nach Schneewind & Graf, 1994)

Verwendung durch:

Gerhard Hennig, Diplom-Psychologe, Gutachten vom 07.02.2006 für Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg

 

 

 

 

Persönlichkeitsfragebogen für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren (PFK 9-14)

von W. Seitz & A. Rausche

psychometrisches Verfahren

Karle / Klosinski 2003: "Dieses Verfahren zielt auf eine möglichst breite und gleichzeitig differenzierte Erfassung der kindlichen Persönlichkeit und ist das umfassendste derartige Instrument im deutschsprachigen Raum. Drei Äußerungsbereiche der Persönlichkeit werden unterschieden: Verhaltensstile, Motive und Selbstbildaspekte. Jeder dieser Bereiche ist in mehrere Dimensionen untergliedert, so daß sich schließlich 15 sogenannte Primär-Dimensionen erfassen lassen. Auf der Grundlage dieser Dimensionen lassen sich 5 übergeordnete Faktoren bestimmen: Derb-Draufgängerische Ich-Durchsetzung, Emotionalität, selbstgenügsame Isolierung, soziale Willfährigkeit und offen optimistisches Engagement."

Die 15 Primär-Dimensionen werden definiert als

Verhaltensstile:

emotionale Erregbarkeit

fehlende Willenskontrolle

Zurückhaltung und Scheu vor Sozialkontakten

extravertierte Aktivität

Motive:

Bedürfnis nach Ich-Durchsetzung, Aggression und Opposition

Bedürfnis nach Alleinsein und Selbstgenügsamkeit

schulischer Ehrgeiz

Bereitschaft zu sozialem Engagement

Neigung zu Gehorsam

Maskulinität der Einstellung

Selbstbild

Selbsterleben von allgemeiner Angst

Selbsterleben von Impulsivität

Selbstüberzeugung

egozentrische Selbstgefälligkeit

Selbsterleben von Unterlegenheit

 

Verwendung durch:

Diplom-Psychologin Birgit Kapp für Amtsgericht Ludwigsburg

Diplom-Psychologin Rita Hasan (Gutachten vom 13.08.2010)

 

 

 

 

Persönlichkeitsfragebogen FPI-R

Zu 138 Test-Items werden Selbstbeschreibungen des Probanden abgefragt, die im Zusammenhang mit verschiedenen menschlichen Eigenschaftsbereichen wie Depressivität, Aggression, Gehemmtheit, Offenheit, emotionale Stabilität etc. stehen sollen. Fehlende Offenheitswerte sollen im Ergebnis besagen, dass beim Probanden Selbst- und Wunschbild nicht übereinstimmen.

 

 

 

Persönlichkeits-Stil- und -Störungsinventar - PSSI 

nach Kuhl & Kazén (1997)

Der PSSI besteht aus 14 Skalen, deren Werte durch Selbstbeschreibungen des Probanden aus einer 4-stufigen Skala entstehen. Durchschnittliche Ausprägungen entsprechen der Mehrheit (ca. 65%) der normalen Vergleichspopulation. Nur von einer mittleren Ausprägung (PR=50, d.h. 50% haben höhere bzw. niedrigere Werte in der Population) aufgrund von psychometrisch-statistischen Analysen gegenüber dem Messfehler gesichert verschiedene Skalenwerte sind interpretationswürdig zum Vergleich der Eltern und zur Charakterisierung jedes Elternteils. Extrem erhöhte Werte können dabei als Hinweise auf Störungen interpretiert werden, die bei äußerst extremen Ausprägungen als Hinweise auf pathologisch zu wertende persönlichkeitspsychologische Schwierigkeiten gelten dürfen. Extrem niedrige Werte können ebenfalls als Hinweise auf Störungen dienen, jedoch bei Überzahl (mehr als zwei) auch als Hinweise auf Verleugnungstendenzen (Dissimilulation), absichtlicher oder willkürlicher Art.

 

 

 

 

Picture Frustrations-Test - PFT

 

 

 

 

Problemfragebogen für 11- bis 14jährige

Der Fragebogen umfasst 233 Items, die nach fünf Problembereichen gruppiert sind:  Über mich. Meine Familie. Ich und die anderen. Meine Schule. Allgemeines. 

 

 

 

Problemfragebogen für Jugendliche

Der Fragebogen umfasst 306 Items, die nach acht Problembereichen gruppiert sind: Meine Schule. Nach der Schulzeit. Über mich selbst. Ich und die anderen. Zu Hause. Jungen und Mädchen. Gesundheit. Allgemeines. Anhand des erzielten Rohwertes und des daraus ermittelten Prozentwertes sollen sich Vergleiche zu den Werten der Altersgruppe herstellen lassen. Außerdem soll die Auswertung der Einzelantworten eine Aussage darüber ermöglichen, welche Sorgen und Nöte dem Probanden besonders wichtig sind. 

 

 

 

Projektiver Familienszenen Test - PFST

Hommers 1996

 

 

 

Projective Storytelling Cards (PST)

 

Veröffentlichung der ersten Version 1987 in den USA durch Caruso und Pulcini.

Deutsche Adaption als "Geschichten erzählen - projektiv (Ep) durch U. Preuß und W. Landberg, 1996

Testmanual (120 Seiten), Textheft `Christian sagt die Wahrheit` (23 Seiten), 47 Bildkarten (US-Letter, 21,6 cm x 27,9 cm), 50 Protokollbogen

Alter: Kinder ab 4 Jahre, Erwachsene

Gütekriterien

Objektivität: Keine Angaben

Reliabilität: Keine Angaben

Validität: Keine Angaben

Normen: Keine Angaben

 

Bei den durch den Tester benutzten Tafeln des als "Projective Story Telling" (PST) bezeichneten projektiven Testverfahrens  für die Diagnostik von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vorgesehenen  (47 Bildtafeln) wird davon ausgegangen, dass die getestete Person eigene Motive, Lebenserfahrungen und "verdrängte" Bewusstseinsinhalte in die vom Tester vorgelegten Bildtafeln projiziert und in der Exploration gegenüber dem Tester zum Ausdruck bringt. Die Bildtafeln des Tests sollen zur Erfassung eventuell erlebter Belastungen in familiären oder sonstigen sozialen Situationen dienen und gegebenenfalls auch Hinweise auf bestehende Traumatisierungen geben.

 

Die Bildtafeln sollen verschiedene in Situation und Gehalt variierende Aktivitäten und zwischenmenschliche Aktionen innerhalb eines möglichen familiären oder sozialen Umfeldes zum Ausdruck bringen. Die bildliche Szenarien sollen konkret-menschliche Handlungsträger, so z.B. Eltern, Verwandte, Nachbarn, Lehrer, Kinder verschiedenen Alters, usw. darstellen. Die Bildtafeln sollen den Probanden zum spontanen Erzählen und freien Assoziieren anregen und ihn mittels projektiver Bewusstseinsprozesse über familiäres und soziales Erleben zum sprechen anregen. Der Tester versucht auf diese Weise neben Strukturen und lnteraktionsstilen in der Familie, bzw. dem sozial wichtigen Bezügen des Probanden traumatische Erfahrungen, psychische Konflikte und Spannungszustände bezüglich wichtiger Bezugspersonen des probanden herauszufinden.

Kosten des Testmaterials: ca. 230 Euro

 

 

 

 

Psychopathologisches Befundsystem für Kinder und Jugendliche - CASCAP-D

Döpfner, M. et. al

Hogrefe, Göttingen, 1999

Das sogenannte Psychopathologisches Befundsystem für Kinder und Jugendliche soll als Explorations-Manual zur standardisierten klinischen Erfassung und differentialdiagnostischen Beurteilung einzelner psychopathologischer Auffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen nach ICD-10 und DSM IV durch den Untersucher dienen. Befragt werden können Kinder und Jugendliche selbst, deren Angehörige und/oder Bezugspersonen wie Lehrer

 

 

 

 

Püppchens Problemfragebogen

Verwendung durch:

Mirca Musiolik, Diplom-Psychologin, Gutachten vom 12.11.2004 für Amtsgericht Krefeld

 

 

 

 

Raven-Matrizen-Test (SPM)

Standard Progressive Matrices (SPM)

Ist ein standardisierter sprachfreier Intelligenztest zur Erfassung des allgemeinen Intelligenzpotentials bei Kindern im Alter von 6;0 bis 18;0 Jahren - einsetzbar auch bei Gehörlosen und nicht-deutschsprachigen Kindern. Erfasst werden sollen insbesondere das schlussfolgernde Denken und die Wahrnehmungsfähigkeit.

Verwendung durch:

Helga Feyerabend, Gutachten vom 07.01.2005

 

 

 

Richterprobe

Das Kind wird aufgefordert, zu sagen, was es machen würde, wenn der Richter / die Richterin folgendes entscheiden würde (z.B. das Kind soll zukünftig bei Elternteil A leben).

 

 

 

Robinsonfrage

Dem Kind wird eine Geschichte erzählt, dass es auf einer einsamen Insel ganz alleine sei. Das Kind sei deshalb sehr traurig und habe Angst. Das Kind wird dann vom Sachverständigen gefragt, wer mit ihr auf die Insel solle. 

 

 

 

Rorschach-Test - Rorschach-Verfahren

Der sogenannte Rorschach-Test besteht im Deutenlassen von Zufallsformen. Dazu werden einige große Kleckse auf ein Blatt Papier geworfen, dieses wird einmal gefaltet und der Klecks zwischen den Blättern verstrichen. Die Versuchsperson erhält von insgesamt 10 Tafeln eine Tafel um die andere in die Hand und wird gefragt: "Was könnte dies sein?"

Bohm, Ewald: Lehrbuch der Rorschach-Psychodiagnostik. 6. Aufl. - Huber, 1985

Rorschach, Hermann: Psychodiagnostik. Methoden und Ergebnisse eines wahrnehmungsdiagnostischen Experiments (Deutenlassen von Zufallsformen). Verlag Hans Huber, 9. durchgesehene Aufl. 1972

 

 

 

 

Rosenzweig P-F Test

semiprojektives Verfahren

Das Kind wird aufgefordert, mit vielen kleinen Gegenständen und Puppen etwas zu bauen-

Von dem Verfahren verspricht man sich Einblicke in kindliche Konflikte und Gefühlslagen.

 

Verwendung durch:

Diplom-Psychologin Gisela Schneider

Diplom-Psychologin Rita Hasan (Gutachten vom 13.08.2010)

 

 

 

Satzergänzungstest - SET

nach Biermann

Gütekriterien nach BRICKENKAMP: nicht verzeichnet

Durch den Satzergänzungstest soll ein Eindruck über die psychophysische Befindlichkeit eines Kindes gewonnen werden. Je nach Alter, Geschlecht, Geschwisterposition, sozialen Rahmenbedingungen und interessierender Fragestellung werden unterschiedliche Items vorgesprochen, die jeweils einen Satzanfang beinhalten. Das Kind soll diese dann möglichst spontan zu ganzen Sätzen vervollständigen.

Ein 13jähriges Mädchen mit der Diagnose Anorexia nervosa (Magersucht) bearbeitete die Items wie nachstehend.

(Das Kind war bei der Untersuchung 166 cm groß und wog 37,5 kg.)

Die schönste Zeit ... "war einmal".

In den Ferien ... ,"kann man ausschlafen".

Eine Familie ... "wäre schön".

Ich ... "soll immer essen".

Die meisten Frauen ... "sind dick".

In der Schule ... "oh je".

Heimlich ... "wiege ich mich".

Es tut mir leid ... ,"alles tut mir leid".

Mein Geheimnis ... "verrat` ich auch dir nicht".

Es fällt mir schwer ... "zu essen".

 

Der Satzergänzungstest soll Hinweise auf emotionale Blockaden geben, etwa dann, wenn der Proband zu sehr vielen Items keine Einfälle liefert. Oder wenn ein Kind ausschließlich Standardantworten, wie ,"weiß nicht", "mag ich" und "mag ich nicht" bereithält.

Karle / Klosinski 2003: "Im Satzergänzungstest nach Biermann werden den Kindern 24 unvollständige Sätze vorgegeben, die sie zu Ende führen sollen. In dieses sogenannte semiprojektive Verfahren können auch vorbewußte Konflikte miteingehen. Bei vorsichtiger Interpretation kann aus dem Inhalt auf bestimmte Wünsche, Konflikte, Ängste etc. des Probanden geschlossen werden."

 

"Im Satzergänzungstest werden Satzanfänge vorgegeben, die der Proband rasch zu ende führen soll. Wünsche, Befürchtungen und andere sonst für den Probanden schwer aussprechbare Inhalte werden dadurch thematisiert und ggf. durch Fragen vertieft." (Helga Feyerabend, 07.01.05)

 

 

 

 

 

Scenotest nach Staabs

Der Scenotest enthält unter tiefenpsychologischen Aspekten ausgewähltes Spielmaterial (biegbare Puppenfiguren für Eltern, Großeltern, Kinder etc., farbigen Bausteinen und weiterem Zubehör wie Tiere und Pflanzen), welches das Kind anregen soll, sich mit seinen Gefühlen und Konflikten auseinanderzusetzen. Aus dem Test sollen sich u.a. Einstellungen des Kindes zu seiner Umwelt und seinen Beziehungspersonen erkennen lassen. Das Spielmaterial besteht aus acht Erwachsenen- und acht Kinderpuppen mit unterschiedlicher Kleidung und unterschiedlichem Gesichtsausdruck sowie aus Bausteinen, Tieren, Blumen, Bäumen und alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Die Puppen haften mit Magneten auf der Spielfläche und lassen sich so zu "Szenen" arrangieren. Sie werden mit der Instruktion, eine "Szene" aufzubauen, auch älteren Kindern und Jugendlichen vorgegeben. Emotional blockierte Kinder verweigern oft hartnäckig die menschlichen Puppen und spielen ausschließlich mit den übrigen Gegenständen.

Gütekriterien nach BRICKENKAMP (1997, 964, 981): Objektivität: teilweise, Reliabilität: teilweise, Validität: teilweise, Normierung: nein

 

 

 

 

Schloss

Auf einer vorgefertigten Schlosszeichnung mit verschiedenen Fenstern und Türen soll das Kind eine Zimmerverteilung vornehmen.

Verwendung durch:

Diplom-Psychologin Traudel Simon, Gutachten vom 28.11.2005

 

 

 

 

Schloss-Test nach Ernst Ell

das projektiven Verfahren soll der Beziehungsdiagnostik dienen. Dem Kind wird ein "Schloss" mit diversen Zimmern aufgezeichnet, in dem es wohnt. Es wird aufgefordert, dieses Haus mit Personen seiner Wahl zu bevölkern. Die Anzahl positiver und negativer Zuordnungen soll nach Ell Hinweise auf die Beziehung des Kindes zu den betreffenden Personen geben.

Die Vorgabe dieses Verfahrens dürfte für ein Kind, das inmitten eines massiven elterlichen und familiären Konfliktfeldes steht, eine erhebliche Überforderung und Zumutung darstellen, da es in "seinem" Haus miteinander verfeindete Parteien (Eltern) und auch noch andere Beteiligte (z.B. Großeltern) unterbringen soll. Mit einer solchen Aufgabe wären schon Erwachsene überfordert, um wieviel mehr erst ein Kind. Damit das Kind, das sich bei Befolgung der gestellten Aufgabe ergebende Dilemma der Unterbringung verfeindeter Parteien (Eltern) in einem gemeinsamen Haus lösen kann, muss es eine der Konfliktparteien so weit wie möglich aus dem Haus aussperren. Dadurch werden beim Kind Schuldgefühle induziert. Die Anwendung dieses Verfahrens bei hochkonflikthaften familiengerichtlichen Auseinandersetzung ist daher abzulehnen. 

 

 

 

 

Schlosszeichentest nach Michaelis (Schloss-Zeichen-Verfahren) 

Dieses projektive Testverfahren soll Aufschluss über Beziehungsstrukturen innerhalb der Familie aus Sicht des Kindes ermöglichen. 

Das Kind wird aufgefordert, ein "Schloss" oder ein "Traumhaus" zu zeichnen, in welchem sie gerne wohnen wollen. Zum einen erfährt man dabei etwas über die kognitiven Möglichkeiten des Kindes und eventuell auch über seine Phantasiebegabung.

In einem weiteren Schritt wird das Kind gefragt, wer denn außer ihm noch in dem Haus wohnen solle, wie die Zimmeraufteilung dann sei und wer zu Besuch kommen dürfe. Hierdurch kann man Informationen über das Selbstbild des Kindes im Familienbund gewinnen.

Gütekriterien nach BRICKENKAMP: nicht verzeichnet

 

 

 

 

Schwarzfuss-Test (SF)

Schweinchen-Schwarzfuss Test

Der Schwarzfuss-Test soll als projektives Testverfahren Aufschluss über die kindliche Persönlichkeit geben. Nach Angaben der Verfasser soll er ermöglichen bei "Geisteskranken" die frühesten Phasen des Lebens zu erforschen, in denen die Konflikte entstanden sein sollen.

 

Verwendung durch:

Diplom-Psychologin Carola Wagner, Gutachten vom 20.07.2005 für Amtsgericht Oschatz 

Diplom-Psychologin Brigitta Eick, Gutachten vom 24.05.2006 für Amtsgericht Gelsenkirchen-Buer

 

 

 

 

Selektive entwicklungsphysiologische und - psychologische Tabelle

 

 

 

Selective Reminding: Mottier-Test

soll der Überprüfung der verbal-mnestischen Funktionen sowie der akustischen Differenzierungsfähigkeit dienen. Einprägen und Reproduzieren einer 12 Items umfassenden Wortliste

 

 

 

Sensomotorisches und psychosoziales Entwicklungsgitter nach Kiphard

Das sensomotorische und psychosoziale Entwicklungsgitter nach Kiphard wird als Grobdiagnostikum für Entwicklungsauffälligkeiten verwendete. Dabei werden insgesamt fünf sensomotorische Bereiche und zusätzlich die psychosoziale Entwicklung des Kindes durch Verhaltensbeobachtungen überprüft oder durch altersspezifische Aufgaben, die dem Kind gestellt werden.

 

 

 

 

Sorge- und Umgangsrechtliche Testbatterie - SURT, 2009

von Wilfried Hommers

Erfasst angeblich emotionale Beziehungen von Kindern zu ihren Eltern, um "maßgeschneidert" Vergleichsdiagnostik und multimodal Informationen für die familienrechtspsychologische Begutachtung zu gewinnen. Weitere Informationen zu diesem Test des Herrn Hommers findet man in dem Märchen "Des Kaisers neue Kleider".

Anwendung durch den Diplom-Psychologen Michael Wiedemann (Gutachten vom 27.03.2010 für das Amtsgericht Königs-Wusterhausen - 30 F 147/09)

 

...

Dort hat diese Überzeugung, die alle wissenschaftlich entwickelten Gütestandards für eine taugliche psychologische Messung – Objektivität, Reliabilität, vor allem jedoch Validität - ignoriert (s. Jäger & Petermann, 1995), mittlerweile nur noch vereinzelte Fürsprecher. So etwa Hommers (2006), der von „maßgeschneiderten“ Testverfahren spricht, womit er vorzugsweise die von ihm selbst konstruierte und demnächst käufliche Testbatterie zum Sorge- und Umgangsrecht meint – SURT-, die verspricht, mittels 30-minüter Untersuchung diese „klassischen“ Problemstellungen der Familiengerichte verbindlich beantworten zu können. Ansonsten besteht die Testgläubigkeit bei Psychologen ausschließlich auf Seiten der Anwender, d. h. der Gutachter.

aus: "Kindliche Kontaktverweigerung nach Trennung der Eltern aus psychologischer Sicht. Entwurf einer Typologie."

Dissertation

dem Prüfungsausschuss

zur Erlangung des Doktorgrades Dr. phil.

vorgelegt von

Katharina Behrend

aus Lemgo

2009

 

http://pub.uni-bielefeld.de/download/2301270/2301273

 

 

 

 

 

Soziale Beziehungen von Kindern

SOBEKI

1999

Arbeitsgruppe Psychodiagnostik

C. Berger, U. Lehmkuhl, K. Lenz, K. Titze, D. Göbel

 

Christina Berger: "Soziale Beziehungen von Kindern im Grundschulalter. Eine Untersuchung mit dem SOBEKI-Verfahren an acht- bis elfjährigen Grundschulkindern"; In: "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie", 1996, S. 102-110

 

 

 

Standard Progressive Matrices  - SPM

Ist ein standardisierter sprachfreier Intelligenztest zur Erfassung des allgemeinen Intelligenzpotentials bei Kindern im Alter von 6;0 bis 18;0 Jahren - einsetzbar auch bei Gehörlosen und nicht-deutschsprachigen Kindern. Erfasst werden sollen insbesondere das schlussfolgernde Denken und die Wahrnehmungsfähigkeit.

Verwendung durch:

Diplom-Psychologin Helga Feyerabend, Gutachten vom 07.01.2005

 

 

 

 

Sterne-Wellen-Test (SWT) nach Avé-Lallemant

Dieses Verfahren wird zu den grafischen Ausdrucks- und Projektionstests gezählt. Als solches, so heißt es, stützt es sich auf Verfahren, die von der Ausdruckswissenschaft und Charakterologie einerseits, der Tiefenpsychologie andererseits entwickelt worden sind. Als Persönlichkeitsdiagnostikum soll es sowohl als Zeichentest als auch hinsichtlich der inhaltlichen Darstellung interpretiert und ausgewertet werden können. In die Gestaltung des vorgegebenen Themas, nämlich einen Sternenhimmel über Meereswellen zu zeichnen, sollen bei individueller Gestaltung Projektionen von Erlebnisinhalten sichtbar werden. Diese Projektionen sollen nach tiefenpsychologischen Kriterien ausgewertet werden. Der Test soll sich für Kinder im schulpflichtigen Alter eignen und wird mit Bleistift und Papier durchgeführt.

Bei diesem Verfahren soll man Informationen über den kognitiven Status des Kindes und dessen psychische Befindlichkeit erhalten. Harmonische Bildlösungen lassen sich dabei leicht abgrenzen von den disharmonischen. Letztere weisen überproportional häufig fixierende Schwärzungen auf.

 

 

 

 

Subjektives Familienbild - SFB

1994

Fragebogen von Mattejat und Scholz

 

 

 

 

Suggestibilitätsprüfung nach Bottenberg und Wehner

Bottenberg, E.H.; Wehner, E.G.: "Suggestibilität. I. Konstruktion und empirische Überprüfung des Würzburger Suggestibilitäts-Test (WST)", In: "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie", 1971, Heft 5, S. 161-165

Bottenberg, E.H.; Wehner, E.G.: "Suggestibilität: II. Einige persönlichkeits- und leistungsdiagnostische Korrelate des Würzburger Suggestibilitäts-Test (WST)", In: "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie", 1972, Heft 7, S. 182-288

Dem Zeugen wird ein Testbild vorgelegt mit der Instruktion, sich Einzelheiten des Bildes einzuprägen. Nach Entfernung des Testbildes wird der Zeuge zunächst zu einer spontanen Reproduktion aufgefordert. Anschließend werden ihm 16 Suggestiv-Fragen, davon 13 mit falscher Vorgabe, gestellt. Zu einem späteren Zeitpunkt wird eine nochmalige Bildbeschreibung im Zusammenhang gefordert. Auf diese Weise soll festgestellt werden, wie viele Suggestionsitems der Zeuge aufnimmt, ferner wie umfangreich er beobachtet und wie erinnerungskritisch er sich verhält. Das Verfahren ist nicht standardisiert.

 

 

 

SURT

Sorge- und Umgangsrechtliche Testbatterie

von Wilfried Hommers

Preis: 198,00 €

Artikelnummer: 03 148 01

1. Auflage 2009

Abkürzung: SURT

Inhalt des Tests

Test komplett bestehend aus: Manual, Stimulusbuch, 10 Protokollbogen, 10 Auswertebogen, 1 Set Zaubererkarten (2), 1 Set Wertungskarten (6), 1 Set Tierabbildungen (18), 1 Set Figurenlegen (2 Figuren plus Unterlage), 10 Fragenheften, Karte mit Smiley-Skala und Box

Das Urheberrecht liegt möglicherweise beim deutschen Volk wenn Herr Hommers den Test in seiner vom Steuerzahler finanzierten Arbeitszeit als Professor am Institut für Psychologie, Universität Würzburg erstellt hat.

 

Verwendung durch:

Diplom-Psychologin Melanie Engelmann, Gutachten vom 15.12.2009 für Amtsgericht Schwelm - 34 F 83/09

 

 

 

 

Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP)

soll eine "computergestützte Überprüfung der basalen und komplexeren Aufmerksamkeitsfunktionen" ermöglichen.

 

 

 

Thematischer-Apperzeptions-Test (TAT)

Thematic Apperception Test

H.A. Murray 

Einsatzbereich: Kinder ab 4 Jahre und Erwachsene.

Bearbeitungsdauer ca. 100 Minuten

Kosten des Testmaterials ca. 35 Euro

 

"Die von Murray und Morgan (1935, 1943) herausgegebene Originalform umfasst 30 Testbilder, auf denen in grau-schwarz Schattierungen zumeist Menschen in Szenen des alltäglichen Lebens oder in ungewöhnlichen szenischen Zusammenhängen dargestellt sind. Ferner gehört zur Standardserie noch eine leere weiße Tafel. 

Auf den Rückseiten der Testbilder ist vermerkt, für welche Probandengruppen die Bilder benutzt werden. (B = Boy, G = Girl, M = Male, F = Female). Die elf Bilder ohne Buchstaben sind für beide Geschlechter und alle Alterstufen geeignet.

... 

Der Proband wird aufgefordert, zu jedem Bild eine möglichst dramatische Geschichte zu erzählen. Er soll ausfantasieren, wie es zu der dargestellten Situation kam, was gerade passiert und wie die Situation sich weiter entwickeln wird.

...

Der TAT ist jedoch kein Test im engeren Sinne, das heißt, er genügt nicht den Testgütekriterien, sondern stellt ein qualitatives, heuristisches Verfahren zur Hypothesenbildung dar. Die psychodynamischen Hypothesen können wertvolle Anregungen liefern, mit denen in der nachfolgenden Psychotherapie gearbeitet werden kann. ..."

Rauchfleisch, Udo: "Testpsychologie", 4. Aufl., Vandenhoeck u. Ruprecht, 2005, S. 189-190

 

 

Anmerkung Peter Thiel: Der Hinweis von Rauchfleisch, dass die Testgütekriterien nicht erfüllt sind, macht deutlich, dass dieser Test tatsächlich nur zur Hypothesenbildung oder zur psychotherapeutischen Arbeit seriös einsetzbar ist. Gutachter, die behaupten, auf Grund der Testergebnisse über sichere Erkenntnisse zu verfügen, arbeiten demzufolge unseriös. Gegenüber dem die Arbeit des Gutachters leitenden Gericht ist daher gegebenenfalls Widerspruch vorzutragen.

 

 

"Erstens der Auswerter sollte nicht über die Annahme hinausgehen, daß der Proband in seinen Geschichten eine Verhaltensstichprobe seiner Vorstellungen bietet, Assoziationen, zu denen die TAT-Tafeln ihn anregen. Diese Assoziationen können über Verhaltensbereitschaften des Probanden Auskunft geben, nicht über sein tatsächliches Verhalten.

Zweitens, es ist kaum möglich, ein TAT-Protokoll vollständig auszuwerten. Der Untersucher sollte sich klar sein, daß er bei der Auswertung mit Blick auf die Fragestellung eine Auswahl trifft.

Drittens, die TAT-Protokolle sollten zur Formulierung von Heurismen anregen. Sie können helfen, Fragen zu formulieren für andere Verfahren, z.B. für Gespräche. sie können auch Anhaltspunkte geben für die Interpretation anderer Verfahren, z.B. der Ergebnisse von Fragebögen. In diesem Sinne lassen sich Befunde des TAT an anderen Verfahren `validieren` (oder invalidieren`)

Hinweis: Wer je einmal einer Gruppe `uneingeweihter` Zuhörer TAT-Geschichten vorlas und dann versuchte, eine Auswertung mit ihnen zu erarbeiten, der weiß, wie rasch sich die `Interpreten` von ihrer Phantasie zu weitreichenden, ja ausschweifenden Deutungen hinreißen lassen - die allesamt höchst ´plausibel` erscheinen ..."

aus: Finessi, Hermann-Josef: "Lehrbuch der psychologischen Diagnostik"; 2. Auflage, 1997

 

Anmerkung Peter Thiel: Die Hinweise von Finessi machen ebenfalls deutlich, dass Gutachter sehr behutsam mit den Interpretationen der Probanden zu den vorgelegten Bildtafeln umgehen sollten. Deutungen des Gutachters sind daher immer als solche zu kennzeichnen und nicht in Form von Wahrheitsbehauptungen (vergleiche hierzu z.B. die Behauptungen des des Diplom-Psychologen X in seinem Gutachten vom ..., Seite 38).

 

 

Weitere Literatur: 

Rauchfleisch, Udo: "Der Thematische Apperzeptionstest (TAT) in Diagnostik und Therapie. Eine psychoanalytische Interpretationsmethode", 1989

 

TAT Testgüte

Objektivität: keine

- Instruktion nicht eindeutig

- Auswertungsvorschriften vage

 

Reliabilität: kaum bestimmbar

Validität:

- möglicherweise auch höher, aber ungeklärt

- offensichtlich relevante Konflikte, aber ubw??

- Nachbefragung des Pb

-> Anwendung nicht empfehlenswert, die so erlangbaren Informationen sind eventuell durch Befragung leichter zu erlangen

http://www.uni-duisburg.de/FB2/PS/PER/vonSydow/WS0203/sw/d07.pdf

 

 

 

 

 

Thematischer Gestaltungstest (TGT)

1985, von Revers und Allesch

ist ein sogenanntes projektives Verfahren, in dem der Proband zu vorgegebenen mehrdeutigen Bildtafeln phantasievolle Geschichten erzählen soll. Dabei wird davon ausgegangen, dass durch die mehrdeutigen Bilder Probleme, Konflikte, Motive oder Bedürfnisse des Probanden aktiviert werden, so dass sich in seinen Geschichten seine eigenen Probleme, Konflikte, Motive oder Bedürfnisse sowie Umwelterleben und Verhaltensstile  widerspiegeln und somit Hinweise auf dieselben gegeben werden. 

 

 

 

 

Thematischer Gestaltungstest Salzburg (TGS)

 

 

 

 

Thomas Test

Der Thomas Test arbeitet mit 26 Darstellungen, bei denen das zu diagnostizierende Kind mit der Entwicklungssituation eines fantasierten Mädchens, bzw. Jungen konfrontiert wird. Das Kind soll in freier Fantasie ergänzen, was es davon hält oder wie die Situation ausgehen soll. Dadurch soll die Beziehungsqualität zu den wichtigsten Bezugspersonen und die innere Verarbeitung von Konflikten durch das Kind erkennbar werden.

Anwendung durch den Diplompsychologen Klaus Ritter / analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Gerstner, Gutachten für Amtsgericht Heilbad Heiligenstadt vom 21.02.2007

 

 

 

 

Verhaltensbeobachtung mit kriteriengelenkter Auswertung nach Salzgeber und Stadler, 1990

 

 

 

 

Wiener Entwicklungstest - WET, 2. Auflage 2002

von Kastner und Deimann, seit 1998 eingeführt

Der Test soll anhand von 13 Untertests, die Diagnose des allgemeinen Entwicklungsstandes und spezieller Funktionsbereiche für Kinder von drei bis sechs Jahren ermöglichen.

 

 

 

Wiener Satzergänzungstest

nach Rotter

 

"Ergänzen Sie diese Sätze so, das diese Ihre wirklichen Gefühle ausdrücken. Lassen Sie keinen aus, machen Sie ganze Sätze!"

 

Verwendung durch:

Diplom-Psychologin Rita Hasan (Gutachten vom 13.08.2010, ohne Testbeschreibung, dafür aber mittels Test Ansprache des 13-jährigen Kindes mit "Sie")

 

 

 

 

Wunschprobe

"Die Wunschprobe stützt sich u.a. darauf, dass ein Kind drei individuelle Wünsche - auch nichtmaterielle - `frei hat`. Äußert sich ein Kind zu Konflikten (z.B. hinsichtlich elterlicher Bindungen), ergeben sich Hinweise auf Einstellungen und Beziehungsbedürfnisse. Es handelt sich um ein exploratives Verfahren, welches nicht standardisiert ist." (Helga Feyerabend, 07.01.05)

 

Das Kind wird gefragt, was seine drei wichtigsten Wünsche wären. Eine solche Frage als "diagnostisches Verfahren" zu bezeichnen, wie bei Diplom-Psychologin Antje Warhonowicz (2003) geschehen, zeugt wohl von einer gewissen Wichtigtuerei der betreffenden Gutachterin. Etwas bescheidener ist die Gutachterin Helga Feyerabend, die sich mit der Bezeichnung "angewandte diagonstische Maßnahme" (07.01.05) zufrieden gibt und darauf hinweist, dass es sich um ein exploratives Verfahren handelt, welches nicht standardisiert ist. Nun darauf hätte sie nicht extra hinweisen brauchen, denn es wäre völlig absurd eine Frage nach den drei wichtigsten Wünschen zu standardisieren. Das mag es in Diktaturen geben, wo selbst die Wünsche der Menschen standardisiert werden.

Was sind Ihre drei größten Wünsche?

1. Dem Führer Gesundheit und Schaffenskraft 

2. Deutschland muss siegen

3. Führer befiehl, ich folge.

 

Das "Verfahren" wird auch unter dem Namen 3 - Wünsche- Test gehandelt

dabei soll sich das Kind vorstellen, dass es in den Wald kommt und eine gute Fee trifft, die zu ihm sagt: "Du warst ein gutes Kind. Du hast drei Wünsche frei. Was würdest Du Dir da wünschen?"

 

 

 

 

 

Literatur

U. Ave-Lallemant.: Der Sterne-Wellen-Test. München, 1979

Bellak, Bellak: Children`s Apperception Test (CAT). Hogrefe, Göttingen, 1995

E. Bene, J. Anthony: Family Relations Test. An objective technique for explorin emotional attidudes in children (1. Aufl. 1957), NFER-Nelson Publishing Co., Windsor, 1985

Ewald Bohm: Lehrbuch der Rorschach-Psychodiagnostik. 6. Aufl. - Huber, 1985

E.H. Bottenberg; E.G Wehner: "Suggestibilität. I. Konstruktion und empirische Überprüfung des Würzburger Suggestibilitäts-Test (WST)", In: "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie", 1971, Heft 5, S. 161-165

E.H. Bottenberg; E.G Wehner: "Suggestibilität: II. Einige persönlichkeits- und leistungsdiagnostische Korrelate des Würzburger Suggestibilitäts-Test (WST)", In: "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie", 1972, Heft 7, S. 182-288

L. Brem-Gräser: Familie in Tieren. Reinhardt, München, 1995

E. Brähler, H. Holling, D. Leutner & F. Petermann (Hrsg.): Brickenkamp Handbuch psychologischer und pädagogischer Tests. 3. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Band 1 + 2. Hogrefe 2002. Göttingen

Rudolf Cohen: "Die Psychodynamik der Test-Situation"; In: "Diagnostica", 1962, S. 3-12

Gaby Derichs: "Satzergänzungsverfahren als Instrument des Intake"; In: "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie"; 1977, Heft 4, S. 142-149

Hans Jürgen Eysenck: "Persönlichkeitstheorie und Psychodiagnostische Tests"; In: "Diagnostica", 11/1965, S. 3-27

Hermann-Josef Finessi: "Lehrbuch der psychologischen Diagnostik"; 2. Auflage, 1997

J. Flämig & U. Wörner: "Standardisierung einer deutschen Fassung des Family Relations Test (FRT) an Kindern von sechs bis 11 Jahren"; In: "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychotherapie"; 1977, Heft 1, S. 5-10, 38-46

Jörg Fliegner: "Scenotest-Praxis: ein Handbuch zur Durchführung, Auswertung und Interpretation", Heidelberg: Asanger, 1995

Petra Hank; Peter Schwenkmezger: "Unvertretbar nach 40 Jahren Anwendung? Meinungen über MMPI-2 gehen weit auseinander."; In: "reportpsychologie", 5/2003

Wilfried Hommers: "Psychometrische Normen für eine standardisierte Vorschulversion des Family Relation Test". Diagnostica, 47, Heft 1, 7-17, 2001

Wilfried Hommers: "Zur psychometrischen Einzelfalldiagnostik mit dem FIT in der Familienrechtspsychologie"; In: "Praxis der Rechtspsychologie", Juni 2004; S. 48-63

Karl Koch: "Der Baumtest: der Baumzeichentest als psychodiagnostisches Hilfsmittel"; - 8. Auflage. - Bern; Stuttgart; Toronto: Huber, 1986

Krone + Pulsack: Erziehungsstilinventar - ESI. Beltz, Weinheim, 1990, 2. Aufl. 1995

Werner G. Leitner: "Zur Mängelerkennung in familienpsychologischen Gutachten"; In: "Familie und Recht", 2/2000, S. 57-63

G. A. Lienert, & U. Raatz: Testaufbau und Testanalyse. Weinheim, Psychologie Verlags Union, 1994

Brigitte Mayer-Baumgärtel: "Eine Auswahl von Testverfahren und Fragebogen zur Diagnostik in familienrechtlichen Fragestellungen"; In: "Familie, Partnerschaft, Recht", 1996, Heft 4, S. 176-177

Ernst Pflaum; Christian Schaipp: "Projektive Techniken: Unseriöse Test oder wertvolle Methoden?" - Bonn: Deutscher Psychologen Verlag, 1995 

Udo Rauchfleisch: "Testpsychologie", 4. Aufl., Vandenhoeck u. Ruprecht, 2005

Udo Rauchfleisch: "Kinderpsychologische Tests: Ein Kompendium für Kinderärzte"; 2. durchgesehene Aufl. - Stuttgart: Enke, 1993

Udo Rauchfleisch: "Der Thematische Apperzeptionstest (TAT) in Diagnostik und Therapie. Eine psychoanalytische Interpretationsmethode", 1989

Hermann Rorschach: Psychodiagnostik. Methoden und Ergebnisse eines wahrnehmungsdiagnostischen Experiments (Deutenlassen von Zufallsformen), Verlag Hans Huber, 9. durchgesehene Aufl. 1972

Carola Storm-Knirsch: "Wider den Aberglauben von der Wissenschaftlichkeit der Testpsychologie"; In: "Der Widerspruch. Zeitschrift zur Förderung der wissenschaftlichen Weltanschauung", April 1974

Teil 1 - hier aufrufen

Teil 2 - hier aufrufen

Dietmar Sturzbecher; Ute Hermann; Peter S. Dietrich: "Neuere Ergebnisse zum FIT-KIT"; In: "Praxis der Rechtspsychologie", Juni 2004, S. 32-47

Franz Zimmermann: "Zur Theorie der Scenotestinterpretation"; In: "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie"; 1976, Heft 5, S. 176-182

 

 

 


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